KI-Brillen werden zunehmend als Werkzeug für Meetings beworben: stille Notizen, Live-Übersetzung, Erinnerungen im Blickfeld. Bevor eine Brille mit ins nächste Gespräch kommt, lohnt sich aber ein ehrlicher Blick auf zwei Dinge — was das Gerät technisch kann, und was am Arbeitsplatz gilt.
Die Frage, die zuerst zählt: Kamera oder keine Kamera
Der grösste Unterschied zwischen KI-Brillen liegt nicht in der Marke, sondern im Sensorkonzept. Kamera-Brillen können Video- und Bildaufnahmen machen, was für andere Teilnehmende im Meeting oft nicht erkennbar ist. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) weist ausdrücklich darauf hin, dass Smart Glasses ein erhebliches Risiko für die Persönlichkeitsrechte unbeteiligter Personen bergen können, weil sie im Alltag kaum auffallen und Betroffene nicht sicher wissen, ob gerade aufgenommen wird.
Kameralose Display-Brillen wie die Even G2 senken das Risiko bei Bild- und Videoaufnahmen, weil sie schlicht keine Kamera besitzen.
Das löst aber nicht automatisch jedes Anliegen: Für Sprachfunktionen wie Übersetzung wird weiterhin Audio verarbeitet, und Unternehmen können eigene Regeln für elektronische Geräte in Meetings haben, die unabhängig vom Kameratyp gelten.
Quelle: Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, Wearables — Smartwatches, Fitnesstracker, Smart Glasses.
Was heute technisch möglich ist
Bei der Even G2 laufen im Meeting vor allem drei Funktionen zusammen, alle ohne Kamera: Echtzeit-Übersetzung für Gespräche in mehreren Sprachen, ein Teleprompter für strukturierte Wortmeldungen und Präsentationen, sowie dezente Benachrichtigungen, die im Sichtfeld erscheinen. Alle drei Funktionen sind dieselben, die bereits auf unseren produktspezifischen Seiten beschrieben und im Showroom Zürich gezeigt werden — hier fassen wir sie im Kontext des Meetings zusammen, statt sie neu zu erfinden.
Regeln am Arbeitsplatz: was einzuplanen ist
Der Einsatz elektronischer Geräte am Arbeitsplatz kann unternehmensintern geregelt sein — unabhängig davon, ob eine Brille eine Kamera hat oder nicht. Das ist ein anderes Thema als Videoüberwachung von Angestellten durch den Arbeitgeber (dazu äussert sich der EDÖB separat), betrifft aber denselben Grundsatz: Wer im Meeting ein Gerät mit Mikrofon oder Aufnahmefunktion trägt, sollte das offen kommunizieren und, falls unklar, die interne IT- oder Compliance-Stelle fragen.
Dieser Abschnitt bietet allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Massgeblich sind die internen Richtlinien Ihres Unternehmens und die für Ihre Situation geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
Meeting-Readiness-Check
Drei kurze Fragen — eine transparente, regelbasierte Einschätzung. Die Auswertung bleibt in Ihrem Browser und wird nirgends gespeichert.
Passt eine KI-Brille zu Ihrem Meeting?
Keine Rechtsberatung — eine Orientierung für das Gespräch mit Ihrem Unternehmen.
Methode: regelbasierte Auswertung dreier Angaben, keine KI-Bewertung und keine Datenübertragung. Even G2 wird nicht automatisch als einzige Lösung dargestellt; wo eine Kamera-Brille grundsätzlich ungeeignet erscheint, sagt das Ergebnis das ebenso.
Für wen sich das lohnt — und für wen nicht
Internationale Teams, die zwischen Deutsch und Englisch wechseln, und Personen, die häufig präsentieren, profitieren am ehesten von einer kameralosen Display-Brille wie der Even G2. Wer in hochsensiblen Gesprächen ohnehin keine elektronischen Geräte tragen darf, sollte das unabhängig vom Kameratyp respektieren. Even G2 kostet CHF 699.– inklusive Case; im Showroom Zürich zeigen wir Übersetzung und Teleprompter live, Termine nach Vereinbarung.