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Erlaubnis am Arbeitsplatz

Wie bitte ich meinen Arbeitgeber um Erlaubnis für eine KI-Brille?

Die meisten scheitern nicht an der Frage, sondern an der Reihenfolge. Kurz: beginnen Sie mit dem Fakt, der kamerafrei ist, koppeln Sie die Brille an eine echte Aufgabe und schlagen Sie eine Testphase vor.

Die Nachricht liegt halb fertig im Entwurfsordner: «Hallo, ich würde am Arbeitsplatz gern eine KI-Brille tragen — wäre das in Ordnung?» Dann schwebt der Cursor über «Senden», und abgeschickt wird sie nie. Das Fragen fühlt sich vor allem deshalb unangenehm an, weil die meisten mit dem Gerät beginnen statt mit dem Grund. Drehen Sie das um, und aus einer heiklen Bitte wird ein sachliches Gespräch.

Kurze Antwort: Ja, Sie dürfen selbstverständlich fragen — und wie Sie fragen, entscheidet über die Antwort. Beginnen Sie damit, dass die Even G2 kamerafrei ist (es wird nichts aufgenommen), koppeln Sie sie an eine konkrete Aufgabe, die Sie ohnehin erledigen (Notizen, ein Teleprompter für Calls, Live-Übersetzung), beantworten Sie die Datenfrage, bevor Ihre Führungskraft sie stellt, und schlagen Sie eine kurze Testphase statt eines pauschalen Ja vor. Halten Sie es schriftlich fest. Das ist eine Frage des Umgangs, keine Rechtsfrage — jeder Betrieb setzt seine eigenen Regeln, die Sie respektieren sollten.

Beginnen Sie mit dem einen Fakt, der die grösste Sorge auflöst

Die instinktive Angst jeder Führungskraft bei «Smart Glasses» heisst verdecktes Aufnehmen. Nehmen Sie ihr diese Sorge im ersten Satz. Die Even G2 hat keine Kamera — sie ist ein monochromes Display, das Sie ablesen, kein Gerät, das den Raum beobachtet. Sie koppelt sich per Bluetooth an Ihr Handy, hat keine eigene SIM und filmt oder fotografiert niemanden. Wer damit anfängt, entkräftet den grössten Einwand, bevor er überhaupt entsteht. Wenn Sie kurz erklären möchten, für wen das Gerät gedacht ist, hilft unsere Übersicht für wen sich die Even G2 eignet.

Koppeln Sie die Bitte an ein Arbeitsproblem, nicht an ein neues Spielzeug

Vorgesetzte genehmigen Werkzeuge, die ein Problem lösen. «Ich hätte gern eine coole Brille» führt zum Nein; «Ich verliere in Kundencalls den Faden, wenn ich Notizen von einem zweiten Bildschirm ablese — ein diskreter Teleprompter würde das lösen» führt zum Ja. Benennen Sie die genaue Aufgabe: stille Benachrichtigungen, damit Sie im Meeting nicht ständig zum Handy greifen; ein Teleprompter für Präsentationen; Live-Übersetzung mit internationalen Kundinnen und Kunden; eine QuickNote freihändig diktieren. Eine einzige klar benannte Aufgabe überzeugt mehr als eine Liste von Möglichkeiten.

Beantworten Sie die Datenfrage, bevor sie gestellt wird

Hier liegt der ehrliche Teil, und er baut Vertrauen auf. Manche Funktionen laufen handyseitig und brauchen kein Internet (Benachrichtigungen, ein heruntergeladenes Teleprompter-Skript, Notizen). Andere sind cloudbasiert und senden Daten übers Netz (Live-Übersetzung, KI-Eingaben). Sagen Sie von sich aus, welche Funktionen Sie nutzen würden und welche Sie bei vertraulichen Inhalten ausgeschaltet lassen. Bieten Sie an, vorab die Geräte- und Datenrichtlinie Ihres Betriebs zu lesen. Wer die Grenze selbst zieht, wirkt vertrauenswürdig — und genau das bringt das Ja. Details zum Datenteil finden Sie in unserem Datenschutz-Überblick.

Bitten Sie um eine Testphase, nicht um einen Freibrief

Senken Sie den Einsatz. Ein pauschales, dauerhaftes «Ja, tragen Sie sie immer» ist für eine Führungskraft schwer zu geben. Ein reversibles Experiment nicht. Schlagen Sie zwei Wochen vor, auf klar benannten Aufgaben, mit einem kurzen Rückblick am Ende. So wird aus einer grossen Entscheidung eine kleine, die man leicht bewilligt — und Sie sammeln nebenbei echte Argumente für oder gegen den Dauereinsatz.

Die Fünf-Minuten-Version, Schritt für Schritt

  1. Einen echten Anwendungsfall wählen Nicht «alles», sondern die eine Aufgabe, die die Brille sichtbar besser macht — etwa der Teleprompter für Ihre nächste Präsentation.
  2. Mit «kamerafrei» beginnen Der erste Satz nennt den Fakt, der die Aufnahme-Sorge auflöst: keine Kamera, keine Aufzeichnung.
  3. Die Datengrenzen selbst benennen Sagen Sie, was handyseitig läuft und dass Sie Cloud-Funktionen bei Vertraulichem ausschalten.
  4. Eine kurze, reversible Testphase vorschlagen Zwei Wochen, klar umrissene Aufgaben, ein Rückblick — leicht zu bewilligen.
  5. Schriftlich festhalten und eine Demo anbieten Eine kurze E-Mail schafft einen Nachweis; das Angebot, die Brille kurz zu zeigen, nimmt den Rest der Skepsis.

Eine Nachricht, die Sie anpassen können

Kürzer ist besser. Passen Sie die eckigen Klammern an Ihre Situation an und streichen Sie, was nicht zutrifft.

Hallo [Name], ich würde gern eine kamerafreie KI-Brille (die Even G2) für [konkrete Aufgabe, z. B. Sprechnotizen in Kundencalls] ausprobieren. Sie hat keine Kamera und nimmt nichts auf — sie zeigt kurzen Text auf dem Glas, gesteuert von meinem Handy.

Die Live-Übersetzung nutzt das Internet, daher würde ich sie bei allem Vertraulichen ausgeschaltet lassen und mich auf Notizen und Benachrichtigungen beschränken. Gern lese ich vorab unsere Geräte- und Datenrichtlinie.

Könnte ich die Brille zwei Wochen lang für [Aufgabe] testen, und wir schauen danach gemeinsam, wie es gelaufen ist? Ich zeige Ihnen vorher gern, wie sie funktioniert.

Musterformulierung von AI-Eyewear, keine Rechtsberatung. Ob eine Erlaubnis nötig ist und in welcher Form, richtet sich nach den Regeln Ihres Betriebs — klären Sie das mit der zuständigen Stelle.

Also: fragen, warten oder zuerst testen?

Selbstbewusst fragen, wenn Ihr Nutzen bei Benachrichtigungen, Teleprompter oder Notizen liegt und Ihr Betrieb reversiblen Versuchen offen gegenübersteht. Der kamerafreie Aufbau nimmt der Bitte die Schärfe.

Noch warten, wenn Sie ausschliesslich Cloud-Übersetzung auf vertraulichem Material nutzen würden oder Ihr Betrieb Wearables ohnehin komplett untersagt — dann ist das ein anderes Gespräch als dieses.

Zuerst testen, damit Sie überzeugt demonstrieren können. Probieren Sie die Funktionen im Showroom in Zürich aus, bevor Sie fragen — wer selbst weiss, wie sich der Teleprompter anfühlt, erklärt ihn in zwei Sätzen.

Offenlegung: AI-Eyewear ist der autorisierte Schweizer Reseller von Even Realities. Wir verkaufen die Brille — aber eine schlecht vorbereitete Bitte hilft niemandem. Uns ist lieber, Sie fragen einmal überzeugend als dreimal zögerlich.

Häufige Fragen

Brauche ich rechtlich die Erlaubnis meines Arbeitgebers?

Das ist keine Rechtsberatung, und eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht — es hängt von den Regeln und der Kultur Ihres Betriebs ab. Der kamerafreie Aufbau nimmt zwar die häufigste Sorge, doch ein Arbeitgeber kann Geräteregeln aufstellen. Fragen Sie im Zweifel nach und halten Sie es schriftlich fest.

Was sage ich als Erstes am besten?

Dass die Brille kamerafrei ist und nichts aufnimmt. Das ist der Fakt, der die grösste Sorge auflöst — verdecktes Filmen. Erst danach nennen Sie die Aufgabe, die die Brille lösen soll.

Soll ich den Cloud- und Datenteil überhaupt erwähnen?

Ja, unbedingt und von sich aus. Erklären Sie kurz, dass Benachrichtigungen und heruntergeladene Notizen handyseitig laufen, während die Live-Übersetzung übers Internet geht — und dass Sie Letztere bei Vertraulichem ausschalten. Diese Offenheit schafft mehr Vertrauen als jedes Versprechen.

Und wenn die Antwort Nein ist?

Dann respektieren Sie das — es ist die Entscheidung des Betriebs. Fragen Sie nach dem Grund; oft geht es um Datenhandhabung oder Ablenkung, was sich mit klaren Grenzen entkräften lässt. Ist die Brille dagegen grundsätzlich untersagt, ist das ein anderes Thema als das Fragen selbst.

Testen Sie die Brille, bevor Sie fragen — dann überzeugen Sie in zwei Sätzen.