Es gibt keine geheime Liste «unterstützter Apps» – und sobald man versteht, warum, beantwortet sich die Frage fast von selbst. Die Even G2 entscheidet nicht app-für-app, wer durchdarf. Sie spiegelt schlicht das, was Ihr Handy ohnehin schon meldet.
Kurze Antwort: Die Even G2 pflegt keine Whitelist gesegneter Apps. Sie spiegelt den Benachrichtigungs-Stream Ihres Handys – also kann grundsätzlich jede App, die auf dem Handy schon eine Benachrichtigung postet, auch auf der Brille erscheinen, abhängig von den Benachrichtigungseinstellungen der App und des Betriebssystems. WhatsApp, Signal, Outlook, Kalender: Was das Handy zum Vibrieren bringt, kann die Brille erreichen. Die ehrlichen Vorbehalte: Wir können nicht für jede App zusichern, wie ihre Meldung auf dem kleinen Display formatiert wird, und auf Android kann aggressives Akku-Sparen Meldungen verzögern. Der eigentliche Test sind darum Ihre eigenen wichtigsten Apps.
Wie das Spiegeln von Benachrichtigungen tatsächlich funktioniert
Die Brille hat keine eigene Datenverbindung und kein eigenes Konto. Über die Even-Realities-App und die Benachrichtigungsfreigabe des Systems liest sie den Benachrichtigungs-Stream des Handys mit und reicht ihn ans Display weiter. Es ist ein Spiegel, kein zweiter Posteingang. Die entscheidende Einheit ist deshalb nicht die Marke der App, sondern die Frage: Postet diese App auf Ihrem Handy überhaupt eine Benachrichtigung, die Sie schon jetzt sehen?
Landet eine Nachricht heute auf Ihrem Sperrbildschirm, ist sie eine Kandidatin fürs Brillenglas. Haben Sie eine App auf dem Handy stummgeschaltet, hat die Brille schlicht nichts zu spiegeln. Das ist die ganze Logik – und sie ist angenehm durchschaubar: Sie müssen nicht in einem versteckten Menü nach einer Kompatibilitätsliste suchen, sondern verwalten alles dort, wo Sie es ohnehin schon tun.
Welche Apps erscheinen – die ehrliche Fassung
Weil gespiegelt und nicht kuratiert wird, gibt es keine feste Freigabeliste. WhatsApp, Signal, Telegram, Outlook, Gmail, SMS und iMessage, Slack, Teams, Kalendererinnerungen – sie alle posten gewöhnliche Systembenachrichtigungen und sind damit Kandidaten fürs Display. Zwei Schranken entscheiden im Einzelfall:
- Die Benachrichtigungseinstellung der App selbst. Haben Sie der App auf dem Handy erlaubt zu melden? Wenn nicht, gibt es nichts zu spiegeln.
- Die Benachrichtigungsfreigabe fürs System. Die Even-App braucht die Berechtigung, Meldungen mitzulesen. Fehlt sie, bleibt die Brille dunkel – für alle Apps zugleich.
Schalten Sie eine dieser Schranken ab, verschwindet die betreffende App vom Brillenglas. Das ist keine Einschränkung, sondern Ihre Kontrolle: Sie entscheiden pro App auf dem Handy, was mitfahren darf.
Was wir nicht versprechen können: die Formatierung
Das Displayglas ist klein und einfarbig. Es zeigt eine kompakte Version – grob gesagt Absender plus eine Vorschauzeile. Wir können nicht für jede einzelne App zusichern, wie sie kürzt oder darstellt, besonders bei Apps mit gruppierten Meldungen, Bildern oder ungewöhnlichem Aufbau. Manche liest man sauber ab; manche zeigen vielleicht nur «Neue Nachricht». Genau deshalb empfehlen wir, Ihre eigenen Apps zu testen, statt einer Tabelle zu vertrauen, die für Ihr konkretes Setup nie ganz stimmen kann.
Der Android-Vorbehalt, den man kennen sollte. Manche Android-Oberflächen sparen aggressiv Akku, indem sie Hintergrund-Apps schlafen legen. Kommen Meldungen je verspätet oder gar nicht auf der Brille an, ist das fast nie eine Inkompatibilität – es ist das Handy, das die Even-App drosselt. Die App von der Akku-Optimierung auszunehmen behebt es meist. iOS ist hier einheitlicher; auf Android beisst dieser Punkt. Eine Einstellung, kein Rückgabegrund.
Testen Sie Ihre eigenen Apps
Statt zu raten, klären Sie es in fünf Minuten mit genau den Apps, die Ihnen wichtig sind.
- Ihre Muss-Apps auflisten. Meist sind es drei oder vier, die wirklich zählen – nicht die dreissig auf dem Homescreen.
- Prüfen, dass jede auf dem Handy meldet. Einstellungen › Mitteilungen (bzw. Benachrichtigungen) – ist die App aktiv?
- Der Even-App die Benachrichtigungsfreigabe erteilen, damit sie den Stream mitlesen darf.
- Sich selbst je einen Test schicken. Eine WhatsApp, eine Signal-Nachricht, eine Outlook-Mail, eine Kalendererinnerung – und aufs Brillenglas schauen.
- Die Formatierung beurteilen. Zeigt sie genug – Absender plus Vorschau –, um nützlich zu sein?
- Nur Android: die Even-App von der Akku-Optimierung ausnehmen und das Timing erneut testen.
Am ehrlichsten geht das im Showroom in Zürich mit Ihrem eigenen Handy und Ihren echten Apps – kein Kauf, kein Druck.
Also: kaufen, verzichten oder vorher testen?
Ohne Sorge kaufen, wenn Ihre wichtigsten Apps gängige Messenger, Mail und Kalender sind und Sie vor allem «Augen oben»-Bescheid wollen, wer Sie gerade kontaktiert. Das deckt die überwiegende Mehrheit der Fälle ab.
Innehalten, wenn alles an einer Nischen-App hängt, deren spezielles Rich-Format perfekt erscheinen muss, oder wenn Sie auf einem aggressiv verwalteten Android garantiert sofortige Zustellung brauchen. Testen Sie genau diesen Fall vorher.
Immer zuerst testen ist hier der einfachste Rat: Bringen Sie Ihr Handy, installieren Sie die App und feuern Sie Testmeldungen aus Ihren echten Apps ab. Während Sie abwägen, lässt Sie die KI-Brillen-Datenbank Modelle vergleichen, und wenn Sie noch grundsätzlich überlegen, beginnen Sie mit dem Erklärer Was sind KI-Brillen.
Offenlegung: AI-Eyewear ist der autorisierte Schweizer Reseller von Even Realities. Uns ist lieber, Sie prüfen Ihre eigenen Apps gratis, als dass Sie auf gut Glück kaufen.